Die Geschichte der Bögen (2)
Die Gestaltung der Bögen
Der Name des Schwibbogens kommt vom Schwebebogen aus der Architektur. Dort bezeichnet man damit einen Stützbogen zwischen zwei Mauern. Daneben wurden auch Bögen in Friedhofsmauern als Schwibbögen bezeichnet - solche gibt es heute noch in Annaberg.Warum der Bergschmied für den von ihm geschaffenen Weihnachts-Leuchter die Bogenform wählte ist unbekannt. Durch die kunsthandwerkliche Gestaltung bzw. Verzierung von Oberlichter von Fenstern und Türen war dem Schmied der Bogen in jedem Fall vertraut. Da in den ältesten Schwibbögen im Bogenrund Sonne, Mond und Sterne abgebildet sind, sollte aller Wahrscheinlichkeit nach der Himmelsbogen dargestellt werden. Für die gelegentlich geäußerte Annahme, der Schwibbogen sei das Abbild eines Stollnmundloches, gibt es keine historischen Belege. Die ältesten Schwibbogen mit einem "Felsenbogen" stammen aus dem Jahr 1905.
Schwebebogen am Rittmeistersteig in der Altstadt von Schwarzenberg
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Schwebebogen am Rittmeistersteig in der Altstadt von Schwarzenberg -
Der Schwibbogen der Neu Leipziger Glück Fundgrube aus dem Jahre 1796 -
Detail des Schwibbogens der Neu Leipziger Glück Fundgrube aus dem Jahre 1796 -
Schwibbogen mit Vorbau - vermutlich von Bergschmiedemeister Johann Heinrich Teller - entstanden um 1810 -
Schmiedeeiserner Schwibbogen von Schmiedemeister Carl Friedrich Meißner (1769-1827) - seine Witwe Johanna Christiana Meißner verschenkte ihn zum Andenken an ihren Mann im Jahre 1830 -
Einige dieser Schwibbogen mit Vorbau stellte Ernst Fedor Teller in den Jahren ab 1905 her - erstmals wird hier ein Felsenbogen ähnlich einem Stollnmundloch im Bogenrund stilisiert -
Rückseite des Schwibbogens von Ernst Fedor Teller aus dem Jahre 1908 -
Das älteste Beispiel für einen hölzernen Schwibbogen hing am Zechenhaus der"Gnade Gottes Fundgrube" (1829)





