Die Feierohmdschau 1937

Die Etappen der Verbreitung der Boegen

Beginn des 20. Jh.
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte der Schwibbogen die weihnachtlichen Zechen- stuben des Johanngeorgenstädter Fastenberges niemals verlassen. Erst ab 1905 und dann ab 1921 stellten die Berg-, Huf- und Waffenschmiedemeister Fedor (1853-1932) und Curt Teller (1895-1968) eine kleinerei Anzahl Schwibbogen her, die nun auch die Wohnstuben eroberten.
Die Schau
Seine heutige Bekanntheit verdankt der Schwibbogen der "Feierohmdschau", einer großen Volkskunstausstellung in Schwarzenberg, die vom 28.11.1937 bis 19.1.1938 von mehr als 330.000 Menschen besuchte wurde. Initiator und Organisator dieser Ausstellung war der Schwarzenberger Industrielle Friedrich Emil Krauss (1895-1977) bzw. das Heimatwerk Sachsen.
Paula Jordan
Bereits 1936 hatte Krauss der Stadt Johanngeorgenstadt vorschlagen, sich als Wahrzeichen einen großen Schwibbogen zu errichten. Für das Bogeninnere sollte jedoch kein überliefertes Motiv verwendet werden. Aus mehreren von Krauss vorgelegten Vorschlägen wählte man den Entwurf der Grafikerin Paula Jordan (1896-1986) aus.
Der erste grosse Bogen
Friedrich Emil Krauss bat die Stadt Johanngeorgenstadt darum, den noch zu bauenden Großschwibbogen auf der "Feierohmdschau" ausstellen und sein Motiv als Werbesymbol für die Ausstellung verwenden zu dürfen.
Johanngeorgenstadt
Nach der Ausstellung kam der Bogen in seine Heimatstadt Johanngeorgenstadt zurück, wo er zu Weihnachten 1938 auf dem Marktplatz aufgestellt wurden. Dann kam der 2. Weltkrieg, wo verdunkelt anstatt weihnachtlich illuminiert werden musste
Der Bogen am Autohaus Teller
In einer Busgarage überdauerte der Großschwibbogen Krieg und die Zeit des Uranerzbergbaus. 1959 wurde er von Curt Teller wieder vorgerichtet und steht seitdem an der höchsten Stelle der Stadt an der Eibenstocker Straße.
weitere Großschwibbögen
übrigens wurde im Gefolge der "Feierohmdschau" noch ein weiterer Großschwibbogen gebaut. Friedrich Emil Krauss hatte dessen Motiv von dem Dresdner Kunstmaler und Designer Fritz Mönkemeyer entwerfen lassen.
Schwarzenberg
Hergestellt durch den Schmiedemeister Just wurde er in der Unteren Schlossstraße in Schwarzenberg aufgehängt, wo er sich noch heute befindet.
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